Promille-Rechner (Blutalkohol)

Schätzen Sie die Blutalkoholkonzentration aus Getränkemenge, Volumenprozent, Gewicht, Geschlecht und vergangener Zeit. Das Ergebnis ersetzt weder Atem- noch Blutmessung.

Nahrung verändert die Resorption, das Alter kann die Streuung vergrößern; ein pauschaler Zuschlag wird nicht berechnet.

Konsumierte Getränke

Vergangene Zeit, seit Sie zu trinken begonnen haben

Entscheidend ist der Reinalkohol im Getränk

Ein Bier mit 500 ml und 5 Volumenprozent enthält rund 19,7 Gramm Ethanol. Die Rechnung lautet 500 × 0,05 × 0,789. Die Zahl 0,789 steht dabei für die verwendete Dichte von Ethanol in Gramm je Milliliter. Ein kleineres Bier mit 330 ml und gleicher Stärke kommt auf etwa 13 Gramm. Allein die Angabe „ein Bier“ reicht deshalb nicht für eine belastbare Schätzung.

Bei Wein und Spirituosen wird genauso gerechnet. 150 ml Wein mit 12 Volumenprozent enthalten ungefähr 14,2 Gramm Alkohol; 45 ml einer Spirituose mit 40 Volumenprozent liegen ebenfalls bei etwa 14,2 Gramm. Zu Hause eingeschenkte Gläser entsprechen nicht immer der üblichen Portionsgröße. Für den Promille-Rechner sollten Volumen und Alkoholgehalt daher vom Etikett oder aus dem Rezept übernommen werden.

Mehrere Getränke richtig eintragen

Verschiedene Sorten gehören in getrennte Zeilen. Zwei identische Getränke können über die Anzahl erfasst werden. Der Reinalkohol steigt zwar proportional mit der Menge, der spätere Modellwert hängt aber zusätzlich von Gewicht, Geschlechtskategorie und der seit Trinkbeginn vergangenen Zeit ab. Aus „zwei Bier“ folgt somit kein Promillewert, der für jede Person gilt.

Was die Widmark-Schätzung mit den Eingaben macht

Zuerst wird der gesamte Reinalkohol durch Körpergewicht und Verteilungsfaktor geteilt. Der Rechner verwendet 0,68 für Männer und 0,55 für Frauen. Danach zieht er für jede eingestellte Stunde pauschal 0,15 Promille ab. Kurz geschrieben: Schätzwert in Promille = Alkohol in Gramm ÷ (Gewicht in kg × Faktor) − (0,15 × Stunden).

Für einen 70 kg schweren Mann und das 500-ml-Bier ergibt sich vor dem Zeitabzug 19,725 ÷ (70 × 0,68), also etwa 0,41 Promille. Bei zwei eingestellten Stunden werden 0,30 Promille abgezogen; angezeigt werden dann ungefähr 0,11 Promille. Diese zweite Zahl setzt einen linearen Verlauf voraus. Wurde gerade erst ausgetrunken, kann die Aufnahme noch nicht abgeschlossen sein und die echte BAK zunächst weiter steigen.

Alter und Magenzustand erscheinen in den Berechnungsdetails, erhalten aber keinen festen Zuschlag. Nahrung kann die Aufnahme verzögern und die Spitze verschieben, beseitigt den aufgenommenen Alkohol jedoch nicht. Auch Veränderungen des Körperwassers im Alter lassen sich nicht seriös mit einem einzigen Prozentwert für alle Personen abbilden.

Promille, BAK und Atemalkohol sind nicht dieselbe Anzeige

Promille bedeutet ein Tausendstel. Eine Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille entspricht ungefähr 0,5 Gramm Alkohol je Liter Blut. Die Abkürzung BAK steht für Blutalkoholkonzentration. Englischsprachige Quellen schreiben häufig Prozent BAC: 0,05 Prozent BAC entsprechen 0,5 Promille.

Atemalkohol wird dagegen in Milligramm je Liter Atemluft angegeben. Das Straßenverkehrsgesetz nennt deshalb neben 0,5 Promille auch 0,25 mg/l Atemalkohol. Die Einheiten dürfen nicht ohne das vorgesehene Verfahren gleichgesetzt werden. Der Online-Rechner misst weder Blut noch Atemluft und kann Koordination, Reaktionsvermögen oder Aufmerksamkeit nicht prüfen.

In Deutschland gelten mehrere rechtliche Schwellen

Paragraf 24a StVG erfasst das Führen eines Kraftfahrzeugs mit 0,5 Promille oder 0,25 mg/l Atemalkohol als Ordnungswidrigkeit. Das ist keine Freigabe für niedrigere Werte. Nach Paragraf 24c StVG gilt während der Probezeit und vor Vollendung des 21. Lebensjahres ein Alkoholverbot am Steuer.

  • Ab etwa 0,3 Promille können alkoholbedingte Ausfallerscheinungen oder ein Unfall strafrechtlich relevant werden.
  • 0,5 Promille ist die Referenz aus Paragraf 24a StVG für Kraftfahrzeuge.
  • Für Fahranfänger in der Probezeit und Personen unter 21 gilt die Nullregel aus Paragraf 24c.
  • Bei Kraftfahrzeugen gilt 1,1 Promille als absolute Fahruntüchtigkeit.

Ob eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorliegt, wird nicht durch einen Onlinewert entschieden. Maßgeblich sind die amtliche Feststellung, das Fahrverhalten, ein möglicher Unfall und die übrigen Umstände. Bußgelder und weitere Folgen können sich ändern; aktuelle Angaben gehören deshalb in die amtlichen Rechtsquellen.

Die 0,5-Promille-Referenz ist kein Trinkziel

Eine Rückwärtsrechnung nach dem Muster „Wie viele Bier bis 0,5 Promille?“ erzeugt eine Genauigkeit, die das Modell nicht besitzt. Selbst ein Ergebnis von 0,49 Promille kann den realen Wert unterschätzen, und eine strengere Vorschrift kann greifen. Wer später fahren könnte, sollte die Heimfahrt vor dem Konsum ohne eigenes Fahrzeug organisieren.

Der Stundenverlauf zeigt nur eine Rechenannahme

Die Frage, wie viel Promille pro Stunde abgebaut werden, lässt sich für eine konkrete Person nicht mit Sicherheit beantworten. Im Verlauf werden 0,15 Promille je Stunde abgezogen. Der individuelle Abbau kann davon abweichen; Lebergröße, Körpermasse, genetische Faktoren, Gesundheitszustand und Trinkverlauf tragen zur Streuung bei.

Kaffee, Energydrinks, kalte Duschen, Sport oder Erbrechen beschleunigen den Abbau von Ethanol nicht. Wasser kann Flüssigkeitsverlust ausgleichen, senkt die BAK aber nicht schneller. Ein wacheres Gefühl nach Koffein sagt nichts über den Blutalkohol aus. Auch die Zeile „Modellwert null“ ist kein Zeitpunkt, zu dem Fahrtauglichkeit bestätigt wäre.

Warum Atemalkoholgerät und Rechner abweichen können

Der Rechner geht von den eingetragenen Getränken aus und schätzt vorwärts. Ein Atemalkoholgerät untersucht eine Atemprobe; eine Blutuntersuchung bestimmt die Konzentration aus einer Blutprobe. Bei Verbrauchergeräten können Kalibrierung, Messablauf, Zeitpunkt und Restalkohol im Mund das Ergebnis beeinflussen. Ein Heimgerät ersetzt daher weder eine beweissichere Messung noch eine medizinische Untersuchung.

Für eine nachvollziehbare Modellrechnung sollten nur tatsächlich konsumierte Mengen eingetragen werden. Die Zeit läuft ab Beginn des Trinkens, nicht erst ab dem letzten Schluck. Unbekannte Cocktails lassen sich nur sinnvoll erfassen, wenn Menge und Alkoholgehalt der einzelnen Bestandteile bekannt sind.

Bei Warnzeichen zählt keine Modellzahl

Ist eine Person nicht weckbar, atmet langsam oder unregelmäßig, erbricht wiederholt, hat einen Krampfanfall oder wirkt blass, klamm beziehungsweise bläulich, kann eine Alkoholvergiftung vorliegen. Dann den Rettungsdienst rufen, die Person nicht allein lassen und den Anweisungen der Leitstelle folgen. Die BAK kann nach dem Ende des Trinkens noch steigen.

Der errechnete Wert erklärt Reinalkohol, Einheiten und den gewählten Widmark-Ansatz. Er liefert keine amtliche Messung, keine individuelle medizinische Diagnose und keine Aussage darüber, ob jemand fahren darf oder dazu in der Lage ist.

Häufig gestellte Fragen zum Promille-Rechner (Blutalkohol)

Ein Bier mit 500 ml und 5 Volumenprozent enthält rund 19,7 Gramm Ethanol. Vor Abzug des Zeitfaktors schätzt das Modell für einen 70 kg schweren Mann etwa 0,41 Promille. Trinktempo, Resorption, Körperzusammensetzung und individueller Abbau können den tatsächlichen Wert verändern.

Promille bedeutet ein Tausendstel. Bei der Blutalkoholkonzentration entspricht 0,5 Promille ungefähr 0,5 Gramm Alkohol je Liter Blut. BAK ist die Abkürzung für Blutalkoholkonzentration; Atemalkohol wird mit einer anderen Einheit erfasst.

Paragraf 24a StVG nennt 0,5 Promille beziehungsweise 0,25 mg/l Atemalkohol. In der Probezeit und vor dem 21. Geburtstag gilt nach Paragraf 24c ein Alkoholverbot. Schon ab 0,3 Promille können Ausfallerscheinungen oder ein Unfall strafrechtlich relevant sein; für Kraftfahrzeuge gilt 1,1 Promille als absolute Fahruntüchtigkeit.

Der Verlauf im Rechner zieht pauschal 0,15 Promille je Stunde ab. Das ist nur eine Modellannahme; der individuelle Abbau kann abweichen. Kaffee, kalte Dusche, Sport und Energydrinks beschleunigen die Ausscheidung von Alkohol nicht.

Nahrung kann die Aufnahme verlangsamen und die Spitze zeitlich verschieben oder senken. Sie beseitigt den aufgenommenen Alkohol jedoch nicht. Deshalb rechnet dieses vereinfachte Modell weder für einen leeren noch für einen vollen Magen einen pauschalen Prozentwert hinzu.

Nein. Der Rechner schätzt einen Wert aus Eingaben. Ein Atemalkoholgerät misst Alkohol in der Atemluft, eine Blutprobe bestimmt die BAK auf anderer Grundlage. Ein Onlinewert oder Verbrauchergerät ersetzt keine beweissichere oder medizinische Messung.

Nicht die gesuchte Antwort gefunden?

Entdecken Sie all unsere Tools und erhalten Sie die schnellste Antwort auf Ihre Frage.

Zu allen Tools