BMI-Rechner

Ab 18 Jahren: Größe, Gewicht und Alter eingeben, BMI berechnen und die WHO-Erwachsenenkategorie sowie den größenbezogenen Gewichtsbereich sehen.

cm
kg

Was der Wert leistet und was nicht

Der Body-Mass-Index setzt Körpergewicht und Körpergröße in ein festes Verhältnis. So lässt sich eine Messung bei Erwachsenen einer einheitlichen Screeningkategorie zuordnen. Für Verlaufsdaten, Bevölkerungsstatistiken und eine erste ärztliche Orientierung ist das nützlich. Der BMI misst jedoch weder Fettmasse noch eine Krankheit. Ein BMI-Rechner liefert deshalb einen Ausgangswert, keine Diagnose.

Zum Gesamtgewicht gehören Fett, Muskeln, Knochen und Körperwasser. Die Formel erkennt diese Bestandteile nicht. Auch Blutdruck, Laborwerte, Fettverteilung, Medikamente und die Geschwindigkeit einer Gewichtsänderung bleiben außen vor. Zwei Menschen mit gleichem Ergebnis können daher eine sehr unterschiedliche Körperzusammensetzung und Krankengeschichte haben.

Die Rechnung an einem Beispiel

BMI = Gewicht in kg ÷ Körpergröße in m². Bei 75 kg und 1,75 m lautet die Rechnung 75 ÷ (1,75 × 1,75). Das ergibt rund 24,5. Im Rechner tragen Sie die Größe als 175 cm ein; die Umrechnung in Meter erfolgt im Hintergrund. Das Gewicht darf eine Dezimalstelle enthalten, auf der deutschen Seite beispielsweise 75,5.

Alter und Geschlecht verändern diese BMI-Berechnung nicht. Beide Angaben werden für die zusätzliche Körperfettschätzung nach Deurenberg benötigt. Der eigentliche Body-Mass-Index beruht weiterhin nur auf Größe und Gewicht. Die Kategorie wird aus dem ungerundeten Ergebnis gewählt, während die Anzeige auf eine Nachkommastelle gerundet ist.

Die Erwachsenentabelle richtig lesen

In der WHO-Tabelle gehört 18,5-24,9 zum Normalbereich. Ab 25,0 beginnt Übergewicht, ab 30,0 folgen die Adipositaskategorien. Diese Grenzen dienen dem Screening. Sie schreiben nicht vor, welches Gewicht eine einzelne Person erreichen soll, und ein Wert im Normalbereich schließt gesundheitliche Risiken nicht automatisch aus.

BMI-BereichKategorie für ErwachseneEinordnung
Unter 16,0Starkes UntergewichtDeutlich unter dem Screeningbereich
16,0-18,4UntergewichtUnter dem Screeningbereich
18,5-24,9NormalgewichtNormalbereich der WHO-Erwachsenentabelle
25,0-29,9ÜbergewichtZusätzliche Risikodaten sind für die Einordnung nötig
30,0-34,9Adipositas Grad IWHO-Kategorie Adipositas Grad I
35,0-39,9Adipositas Grad IIWHO-Kategorie Adipositas Grad II
40,0 oder höherAdipositas Grad IIIWHO-Kategorie Adipositas Grad III

An einer Grenze kann die gerundete Anzeige genau 25,0 zeigen, obwohl der interne Wert knapp darüber oder darunter liegt. Die Zuordnung erfolgt deshalb vor dem Runden. Kleine tägliche Schwankungen durch Mahlzeiten, Flüssigkeit oder Kleidung sind ebenfalls kein Grund, eine einzelne Grenzmessung zu überbewerten.

Der angezeigte Gewichtsbereich ist eine Umrechnung

Aus Ihrer Körpergröße berechnet das Tool die Gewichte, die einem BMI von 18,5 und 24,9 entsprechen. Für 170 cm sind das ungefähr 53,5-72,0 kg. Dieser Bereich ist keine individuelle Empfehlung. Er zeigt nur, welche Kilogrammwerte auf derselben Tabelle zum Normalbereich gehören. Der Abstand zur Unter- oder Obergrenze wird beschreibend ausgegeben, nicht als Aufforderung zum Zu- oder Abnehmen.

Das Alter verändert den Bewertungsrahmen

Bei Erwachsenen bleibt die Formel gleich, doch die Interpretation braucht je nach Lebensphase andere Angaben. Der Rechner verwendet die WHO-Erwachsenenkategorien und akzeptiert deshalb nur ein Alter zwischen 18 und 120 Jahren.

Kinder brauchen BMI-Perzentile

Für Kinder und Jugendliche werden alters- und geschlechtsspezifische Perzentile oder z-Werte herangezogen. Während des Wachstums verändert sich die erwartete Körperzusammensetzung. Die festen Erwachsenengrenzen 18,5, 25 und 30 können bei einem Kind daher in die falsche Richtung führen. Auch der Verlauf über mehrere Messzeitpunkte zählt mehr als ein einzelner Wert.

Für Menschen ab 65 gibt es keinen universellen neuen Zielbereich von 22-27. NICE rät zu einer vorsichtigen Bewertung, weil Muskelverlust die Aussagekraft verringern kann. Körperliche Funktion, Appetit, Begleiterkrankungen und unbeabsichtigter Gewichtsverlust gehören in dieselbe Betrachtung. In der Schwangerschaft enthält das aktuelle Gewicht erwartete Veränderungen von Fetus, Plazenta und Flüssigkeit; daraus wird kein gewöhnliches Abnehmziel abgeleitet.

Muskelmasse und Fettverteilung fehlen in der Formel

Bei Kraftsportlern kann viel Muskelmasse den BMI erhöhen. Das Ergebnis beweist dann keine hohe Fettmasse. Umgekehrt kann ein älterer Mensch Muskelmasse verlieren und trotz höherem Fettanteil im Normalbereich bleiben. Ein Taillenumfang oder eine passende Körperfettmessung beantwortet andere Fragen als der BMI. Keiner dieser Werte ersetzt allein die klinische Beurteilung.

Auch die Herkunft kann bei Risikogrenzen berücksichtigt werden. NICE empfiehlt niedrigere Schwellen für Erwachsene mit südasiatischem, chinesischem, anderem asiatischem, nahöstlichem, schwarzafrikanischem oder afrikanisch-karibischem Familienhintergrund. Der Rechner zeigt die allgemeinen WHO-Kategorien. Wenn regionale Leitlinien niedrigere Grenzen vorsehen, haben diese bei einer persönlichen Beurteilung Vorrang.

Die zusätzliche Körperfettzeile nutzt die Deurenberg-Gleichung: 1,20 × BMI + 0,23 × Alter − 10,8 × Geschlecht − 5,4. Dabei ist männlich mit 1 und weiblich mit 0 codiert. In der ursprünglichen Studie lag der Standardfehler bei rund 4,1 Prozentpunkten. Das ist für eine einzelne Person eine relevante Unsicherheit. Die Ausgabe ist eine statistische Schätzung und keine Messung per Scan oder Hautfalte. Außerhalb des untersuchten BMI-Bereichs von 13,9-40,9 sowie über 80 Jahren blendet das Tool sie aus.

Messungen vergleichbar dokumentieren

Für einen Verlauf sollten Waage, Tageszeit und Kleidung möglichst ähnlich sein. Schreiben Sie das Datum dazu und betrachten Sie mehrere Werte. Ein Monatsabstand kann eine Tendenz zeigen; tägliche Reaktionen auf wenige hundert Gramm sind meist nicht aussagekräftig. Eine rasche unbeabsichtigte Veränderung verdient unabhängig von der Kategorie fachliche Aufmerksamkeit.

Grundumsatz, Kalorienbedarf, Körperfett und Taillenumfang sind keine austauschbaren Varianten derselben Zahl. Der Grundumsatz schätzt Ruheenergie, der Kalorienbedarf ergänzt Aktivität, und eine Körperfettmethode versucht Gewebearten zu unterscheiden. Wenn Ergebnisse nicht zusammenpassen, prüfen Sie Eingaben und Messmethoden. Bei chronischen Erkrankungen, Essstörung, Schwangerschaft, deutlichen Ödemen oder sehr hoher Muskelmasse gehört der BMI in einen individuellen medizinischen Zusammenhang.

Häufig gestellte Fragen zum BMI-Rechner

Der BMI ist das Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Bei 70 kg und 1,75 m ergibt 70 ÷ 1,75² etwa 22,9. Alter und Geschlecht ändern diese Grundformel nicht.

Die WHO-Tabelle ordnet 18,5-24,9 dem Normalbereich, 25,0-29,9 dem Übergewicht und Werte ab 30,0 den Adipositaskategorien zu. Das sind Screeninggrenzen, keine Diagnose und kein persönliches Zielgewicht.

Nein. Bei Kindern und Jugendlichen werden alters- und geschlechtsspezifische BMI-Perzentile oder z-Werte genutzt. Der Rechner lehnt ein Alter unter 18 ab, statt die Erwachsenenkategorien auf ein Kind anzuwenden.

Es gibt keinen einheitlichen Ersatzbereich für alle Menschen ab 65. Muskelverlust, körperliche Funktion, Erkrankungen und unbeabsichtigte Gewichtsänderungen gehören zur Beurteilung. Ein persönliches Ziel legt eine Fachperson fest.

Der BMI trennt Muskel-, Fett- und Knochenmasse nicht. Viel Muskelmasse kann den Wert erhöhen, ohne den Fettanteil zu zeigen. Sie beweist aber auch nicht, dass kein Risiko besteht; Taillenumfang und klinische Angaben ergänzen die Einordnung.

Nein. Der BMI verwendet nur Größe und Gewicht. Alter und Geschlecht fließen hier in die zusätzliche Deurenberg-Schätzung des Körperfettanteils ein. Sie ist keine Messung und wird außerhalb des Arbeitsbereichs ausgeblendet.

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