Gewinnrechner
Bestimmen Sie Gewinn, Marge und Aufschlag aus Einkaufs- und Verkaufspreis; rechnen Sie von einer Zielmarge zurück oder prüfen Sie die Wirkung eines Nachlasses.
Ein Verkauf liefert Betrag, Marge und Aufschlag
Ein Produkt kostet im Einkauf 200 € und wird für 300 € verkauft. Der Gewinn beträgt 100 €, die Marge 33,33 % und der Aufschlag 50 %. Der Gewinnrechner trennt diese Kennzahlen:
- Gewinn = Verkaufspreis − Einkaufspreis
- Marge = Gewinn / Verkaufspreis × 100
- Aufschlag = Gewinn / Einkaufspreis × 100
Das Ergebnis ist zunächst ein Bruttowert auf Grundlage der eingegebenen direkten Kosten. Miete, Personal, Zahlungsgebühren und Steuern werden nicht automatisch abgezogen.
Warum 50 % Aufschlag nur 33,33 % Marge sind
Die Gewinnmarge bezieht sich auf den Umsatz, der Aufschlag auf den Einkaufspreis. Wer 200 € Kosten um 50 % erhöht, landet bei 300 € Verkaufspreis. Die 100 € Gewinn entsprechen einem Drittel des Umsatzes. Diese Unterscheidung verhindert, dass ein Zielwert auf die falsche Basis angewendet wird.
Den Verkaufspreis von der Zielmarge ableiten
Im Modus Zielgewinn geben Sie Kosten und gewünschte Marge ein. Für 120 € Einkaufspreis und 40 % Zielmarge sind 200 € erforderlich:
Verkaufspreis = Einkaufspreis / (1 − Zielmarge / 100)
Bei einem Ziel-Aufschlag wird dagegen Einkaufspreis × (1 + Aufschlag/100) gerechnet. 40 % Aufschlag auf 120 € ergeben 168 €. Der feste Zielgewinn addiert einen Geldbetrag direkt zu den Kosten.
Ein Nachlass trifft den Gewinn überproportional
Bei 200 € Kosten und 300 € Listenpreis bleiben zunächst 100 €. Ein Nachlass von 20 % senkt den Verkaufspreis auf 240 €; der Gewinn fällt auf 40 € und die Marge auf 16,67 %. Die Rabatt-Auswirkung zeigt beide Zustände und kennzeichnet einen Verlust, sobald der reduzierte Preis unter dem Einkaufspreis liegt.
Bruttogewinn und Nettogewinn nicht verwechseln
Bruttogewinn zieht direkte Waren- oder Herstellungskosten vom Umsatz ab. Für Nettogewinn müssen Betriebskosten, Zinsen und Steuern zusätzlich berücksichtigt werden. Versand, Marktplatzprovision, Verpackung und erwartete Retouren können in den Einkaufspreis einfließen, wenn ein realistischeres Stückergebnis benötigt wird.
Vergleichen Sie dabei Nettowerte mit Nettowerten. Enthält der Verkaufspreis Mehrwertsteuer, gehört der Steueranteil nicht zum eigenen Erlös. Bei 119 € brutto und 19 % MwSt. beträgt der Nettoverkaufspreis 100 €. Auch der Einkaufspreis sollte für dieselbe Rechnung auf derselben Steuerbasis stehen.
Liegt der Verkaufspreis unter den Kosten, wird aus Gewinn ein Verlust. Bei 75 € Einkaufspreis und 60 € Verkaufspreis fehlen 15 €; die umsatzbezogene Verlustmarge beträgt 25 %. Eine eingegebene Menge vervielfacht den Geldbetrag, verändert aber nicht die Marge.
Bei mehreren Artikeln reicht ein einfacher Mittelwert der Margen nicht immer aus. Ein häufig verkauftes Produkt beeinflusst das Gesamtergebnis stärker als ein selten bestellter Artikel. Dafür werden Stückzahl und jeweiliger Ergebnisbetrag zusammengeführt; erst danach lässt sich die Marge des gesamten Warenkorbs sinnvoll bestimmen.
Für eine belastbare Kalkulation sollten Kostenbasis, Steuerstatus und Preisnachlässe zum selben Verkaufsvorgang gehören. Der Rechner ersetzt keine vollständige betriebliche Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Häufig gestellte Fragen zum Gewinnrechner
Die Marge teilt Gewinn durch Verkaufspreis, der Aufschlag durch Einkaufspreis. 50 % Aufschlag entsprechen 33,33 % Marge.
Teilen Sie den Einkaufspreis durch 1 minus Zielmarge als Dezimalzahl. 120 € Kosten und 40 % Zielmarge erfordern 200 € Verkaufspreis.
Es berechnet den Bruttogewinn aus den eingegebenen Kosten. Für Nettogewinn müssen Betriebskosten, Zinsen und Steuern zusätzlich abgezogen werden.
Der Verkaufspreis sinkt, die Kosten bleiben gleich. Von 300 € bei 200 € Kosten führt ein Nachlass von 20 % zu nur noch 40 € Gewinn.
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