Gewinnrechner
Berechnen Sie Gewinn, Gewinnmarge und Aufschlag aus Einkaufs- und Verkaufspreis. Legen Sie eine Zielmarge fest, um den nötigen Preis zu finden, oder sehen Sie, wie ein Rabatt den Gewinn schmälert.
Was ist ein Gewinnrechner?
Ein Gewinnrechner ermittelt aus Einkaufspreis und Verkaufspreis eines Produkts den Gewinnbetrag, die Gewinnmarge und den Aufschlag. Als Gewinnmargen-Rechner, Margen-Rechner und Aufschlagsrechner in einem ist er die Grundlage jeder Preisstrategie für Unternehmen, Einzelverkäufer und E-Commerce-Gründer. Wenn Sie wissen möchten, wie man den Gewinn berechnet, zeigen die folgenden Kernformeln genau, wie jede Kennzahl hergeleitet wird.
Kernformeln:
- Gewinnbetrag = Verkaufspreis − Einkaufspreis
- Gewinnmarge (%) = (Gewinn ÷ Verkaufspreis) × 100
- Aufschlag (%) = (Gewinn ÷ Einkaufspreis) × 100
Beispiel: Ein Produkt kostet 200 € und wird für 300 € verkauft. Gewinn = 100 €. Marge = 100/300 × 100 = 33,33 %; Aufschlag = 100/200 × 100 = 50 %.
Gewinnmarge vs. Aufschlag – der entscheidende Unterschied
Die Gewinnmargen-Formel drückt den Gewinn als Prozentsatz des Verkaufspreises aus, während der Aufschlag den Gewinn als Prozentsatz des Einkaufspreises angibt. Sie werden oft verwechselt, was zu falscher Preisgestaltung führt.
- Basis der Marge: Verkaufspreis. Die übliche Kennzahl im Einzelhandel.
- Basis des Aufschlags: Einkaufspreis. Üblich in Fertigung und Großhandel.
„Mit 50 % Aufschlag verkaufen“ und „50 % Gewinnmarge erzielen“ sind sehr verschieden. Bei 50 % Aufschlag beträgt die Marge 33,33 %; bei 50 % Marge muss der Preis doppelt so hoch wie der Einkaufspreis sein.
Für hohe Margenziele nutzen Sie diese Formel: Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Zielmarge/100). Bei 400 € Einkaufspreis und 40 % Margenziel: 400 ÷ 0,60 = 666,67 €.
Umrechnungstabelle Aufschlag zu Marge (bei 100 € Einkaufspreis)
| Aufschlag (%) | Verkaufspreis | Gewinn | Gewinnmarge (%) |
|---|---|---|---|
| 10 % | 110 € | 10 € | 9,1 % |
| 25 % | 125 € | 25 € | 20,0 % |
| 50 % | 150 € | 50 € | 33,3 % |
| 100 % | 200 € | 100 € | 50,0 % |
| 150 % | 250 € | 150 € | 60,0 % |
| 200 % | 300 € | 200 € | 66,7 % |
Wie ein Rabatt die Gewinnmarge aufzehrt
Ein Rabatt senkt direkt den Umsatz, während der Einkaufspreis fix bleibt – der Gewinn fällt also schnell. Beispiel:
- Ein Produkt mit 200 € Einkaufspreis für 300 € zu verkaufen ergibt eine Gewinnmarge von 33,33 %.
- Ein Rabatt von 20 % senkt den Preis auf 240 €.
- Neuer Gewinn: 240 € − 200 € = 40 €; neue Marge: 16,67 % – die Marge wird fast halbiert.
- Ein Rabatt von 33 % bringt den Preis auf 201 € – der Gewinn ist nahezu null.
Nutzen Sie den Modus „Rabatt-Auswirkung“, um vor einer Aktion die sichere Rabattgrenze zu finden. Sehen Sie auch den Rabattrechner für eine detaillierte Analyse mehrerer und gestaffelter Rabatte.
Bruttogewinn vs. Nettogewinn
Als Bruttogewinn-Rechner berechnet dieses Werkzeug die Bruttogewinnmarge (Umsatz minus direkte Kosten). Der Nettogewinn ist der Bruttogewinn minus Betriebskosten (Miete, Personal, Marketing) und Steuern. Vergleichen Sie Ergebnisse stets mit Ihrem Branchenwert – typische Bruttomargen: Lebensmittel 1–5 %, E-Commerce 10–20 %, Software/SaaS 60–80 %, Fertigung 20–40 %, Beratung 30–60 %.
Verkaufspreis-Rechner: Preisbildung aus einer Zielmarge
Als Verkaufspreis-Rechner arbeitet der Modus „Zielgewinn“ vom gewünschten Ergebnis rückwärts. Statt einen Preis zu raten und die Marge zu prüfen, legen Sie die benötigte Marge fest, und das Werkzeug liefert den Preis, der sie erbringt. So kalkulieren profitable Unternehmen: Beginnen Sie bei der Marge und leiten Sie daraus den Preis ab.
- Aus einer Zielmarge: Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Marge/100). 50 € Einkaufspreis bei 40 % Marge erfordern einen Preis von 83,33 €.
- Aus einem Ziel-Aufschlag: Verkaufspreis = Einkaufspreis × (1 + Aufschlag/100). 50 € Einkaufspreis bei 40 % Aufschlag ergeben 70 €.
- Aus einem Zielgewinnbetrag: Verkaufspreis = Einkaufspreis + Zielgewinn. 50 € Einkaufspreis plus 30 € Gewinn ergeben 80 €.
Beachten Sie, wie dieselben „40 %“ je nach Bedeutung (Marge oder Aufschlag) einen anderen Preis ergeben – genau deshalb ist eine Verwechslung teuer.
Häufige Fehler bei der Gewinnberechnung
Selbst mit einem Gewinnmargen-Rechner treten einige Fehler immer wieder auf. Vermeiden Sie diese:
- Marge und Aufschlag verwechseln: 50 % Aufschlag sind nur 33,3 % Marge – nennen Sie nie das eine, wenn Sie das andere meinen.
- Versteckte Kosten vergessen: Versand, Zahlungsgebühren, Verpackung und Retouren schmälern die echte Marge; rechnen Sie sie in den Einkaufspreis ein.
- Auf brutto kalkulieren, von netto leben: Eine gesunde Bruttomarge kann nach Miete, Gehältern und Steuern dennoch einen Verlust hinterlassen.
- Rabatte blind stapeln: Wiederholte Aktionen können den Preis unter den Einkaufspreis drücken – prüfen Sie immer zuerst die Marge nach Rabatt.
Lassen Sie Ihre Zahlen durch diesen Gewinnrechner laufen, bevor Sie einen Preis festlegen oder rabattieren, und kombinieren Sie ihn mit dem Rabatt- und dem Mehrwertsteuer-Werkzeug für ein vollständiges Preisbild. Weitere durchgerechnete Beispiele finden Sie in den häufig gestellten Fragen unten.
Preisstrategie mit Zielgewinn
Gute Preisgestaltung beginnt damit, von einer Zielmarge rückwärts zu rechnen. Der Modus „Zielgewinn“ erledigt das automatisch: Geben Sie Einkaufspreis und Zielmarge ein, und der erforderliche Preis erscheint sofort. Drei Zielarten werden unterstützt: Zielmarge (%), Ziel-Aufschlag (%) und Zielgewinnbetrag (fester Währungswert). Dieser rückwärtsgerichtete Ansatz schützt Sie vor der häufigen Falle, einen Preis zu setzen, der vernünftig wirkt, aber nach vollständiger Kostenrechnung still zu wenig Gewinn lässt.
Was ist eine gute Gewinnmarge?
Es gibt keine einzige „gute“ Marge – sie hängt stark von der Branche ab, da sich Kostenstrukturen und Wettbewerb unterscheiden. Die folgende Tabelle zeigt typische Bruttobereiche, damit Sie beurteilen können, ob Ihr Ergebnis für Ihre Branche gesund ist:
| Branche | Typische Bruttomarge | Hinweise |
|---|---|---|
| Lebensmittel & Supermarkt | 1–5 % | Hohes Volumen, sehr dünne Margen |
| E-Commerce & Einzelhandel | 10–20 % | Schwankt mit Versand und Retouren |
| Restaurants & Gastronomie | 10–30 % | Personal und Verderb mindern den Nettowert |
| Fertigung | 20–40 % | Abhängig von Skalierung und Material |
| Beratung & Dienstleistungen | 30–60 % | Meist zeitbasiert, geringe Warenkosten |
| Software & SaaS | 60–80 % | Geringe Grenzkosten pro Verkauf |
Nutzen Sie diese als Anhaltspunkte, nicht als feste Regeln: Eine Marge, die für einen Lebensmittelladen hervorragend ist, wäre für Software nicht tragfähig. Vergleichen Sie Ihre Zahl stets mit Wettbewerbern in Ihrer eigenen Branche und denken Sie daran, dass eine starke Bruttomarge erst die Betriebskosten decken muss, bevor sie zum Nettogewinn wird.
Häufig gestellte Fragen zum Gewinnrechner
Gewinnmarge = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) / Verkaufspreis × 100. Kostet ein Produkt 100 € und wird für 150 € verkauft, beträgt der Gewinn 50 € und die Marge 33,33 %. Der Aufschlag ist Gewinn ÷ Einkaufspreis × 100, im selben Beispiel also 50 %.
Die Gewinnmarge ist der Gewinn als Prozentsatz des Verkaufspreises. Der Aufschlag ist der Gewinn als Prozentsatz des Einkaufspreises. Für dasselbe Produkt ist der Aufschlag stets höher als die Gewinnmarge. Einzelhändler nutzen meist die Marge, Hersteller meist den Aufschlag.
Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Zielmarge / 100). Bei 200 € Einkaufspreis und einem Margenziel von 30 %: 200 ÷ (1 − 0,30) = 200 ÷ 0,70 = 285,71 €.
Bruttogewinn = Umsatz − direkte Kosten (Produkt-/Materialkosten). Nettogewinn = Bruttogewinn − Betriebskosten (Miete, Personal, Marketing) − Steuern. Dieses Werkzeug berechnet die Bruttogewinnmarge; für den Nettogewinn ziehen Sie auch Ihre Betriebskosten ab.
Ein Rabatt senkt direkt den Umsatz, während der Einkaufspreis fix bleibt, sodass der Gewinn schnell schwindet. Bei einer Gewinnmarge von 33,33 % senkt ein Rabatt von 20 % die Marge auf 16,67 % – fast eine Halbierung. Nutzen Sie den Modus „Rabatt-Auswirkung“, um die sichere Rabattgrenze zu finden.
Das hängt von der Branche ab. Lebensmitteleinzelhandel: 1–5 % Nettomarge. E-Commerce: 10–20 % Bruttomarge. Software/SaaS: 60–80 % Bruttomarge. Fertigung: 20–40 % Bruttomarge. Beratung/Dienstleistungen: 30–60 % Bruttomarge. Vergleichen Sie stets mit dem Durchschnitt Ihrer Branche.
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