Inflationsrechner

Vergleichen Sie einen Betrag zwischen zwei Monaten. Euro, US-Dollar, Pfund und Lira werden jeweils mit der passenden amtlichen Preisreihe berechnet.

Früher bis heute: heutigen Geldwert berechnen · Zwischen zwei Daten: beliebige zwei Zeiträume vergleichen

Startdatum

* Verkettete amtliche Eurostat-HVPI-Reihe wird verwendet. Aktuelle Daten: . Nur zu Informationszwecken.

Was 1.000 Euro aus einem früheren Jahr heute bedeuten

Ein Betrag lässt sich nicht allein anhand der aufgedruckten Zahl über Jahrzehnte vergleichen. Entscheidend ist, welchen Warenkorb er im jeweiligen Monat bezahlen konnte. Steigt das allgemeine Preisniveau, braucht man später mehr Euro für einen vergleichbaren Einkauf. Der Verbraucherpreisindex bündelt viele einzelne Preise zu einer Zeitreihe und liefert damit den Maßstab für die Kaufkraft.

Angenommen, der Index liegt im Startmonat bei 100 und im Endmonat bei 125. Aus 1.000 Euro werden preisbereinigt 1.250 Euro. Das bedeutet nicht, dass das Geld auf einem Konto gewachsen ist. Die Rechnung sagt, welcher spätere Betrag dieselbe allgemeine Kaufkraft abbildet. Ein einzelner Mietvertrag, ein Gebrauchtwagen oder Stromtarif kann sich deutlich anders entwickeln als der gemessene Durchschnitt.

So entsteht die Rate aus zwei Indexwerten

Der Inflationsrechner teilt den Endindex durch den Startindex. Dieser Quotient ist der Preisfaktor. Nach Abzug von 1 und Multiplikation mit 100 erhält man die prozentuale Preisänderung:

Inflationsrate (%) = ((Endindex / Startindex) − 1) × 100

Bei einem Faktor von 1,25 beträgt die Preissteigerung 25 %. Ein damaliger Betrag von 800 Euro entspricht dann 1.000 Euro im Endmonat. Im Modus „Früher bis heute“ wird als Endpunkt automatisch der letzte verfügbare Monat der gewählten Reihe genutzt. Der zweite Modus lässt beide Daten offen, etwa für die Laufzeit eines Mietvertrags oder für den Zeitraum zwischen zwei Gehaltsverhandlungen.

Monatsrate, Jahresrate und frei gewählter Zeitraum

Die Monatsrate vergleicht einen Monat mit seinem unmittelbaren Vorgänger. Die Jahresrate stellt denselben Monat des Vorjahres gegenüber. Wer März bis Oktober auswählt, berechnet dagegen genau diese sieben Monate. Zwölf Monatsraten dürfen nicht einfach addiert werden, weil jede Veränderung auf dem bereits veränderten Index aufsetzt. Der Rechner verwendet deshalb die tatsächlichen Indexstände.

Kaufkraftverlust folgt einer anderen Prozentrechnung

Verdoppelt sich das Preisniveau, beträgt die Inflation 100 %. Der ursprüngliche Geldbetrag deckt danach aber noch die Hälfte des Warenkorbs; sein Kaufkraftverlust liegt bei 50 %. Für den Verlust wird daher 1 minus der Kehrwert des Preisfaktors gerechnet. Sinkt der Index zwischen den gewählten Monaten, zeigt die Ausgabe keine künstlich positive Verlustzahl, sondern einen Kaufkraftgewinn.

Der Euro braucht seine eigene Preisreihe

Für Eurobeträge verwendet das Werkzeug den Harmonisierten Verbraucherpreisindex von Eurostat für den gesamten Euroraum. Er ist nicht identisch mit dem deutschen Verbraucherpreisindex von Destatis. Im Juli 2026 lag die Eurostat-Jahresrate für den Euroraum bei 2,9 %, die Monatsrate bei 0,2 %. Für Deutschland wies Eurostat im selben Monat 2,8 % aus. Die EUR-Auswahl im Rechner folgt bewusst dem Euroraum und nicht nur Deutschland.

WährungVerwendete ReiheHerausgeber
EuroHVPI, EuroraumEurostat
US-DollarCPI-UU.S. Bureau of Labor Statistics
Britisches PfundCPI D7BTOffice for National Statistics
Türkische Liraverkettete VPI-MonatsänderungenTÜİK

Die Auswahl einer anderen Währung ist keine Umrechnung. Ein Ergebnis in US-Dollar beschreibt die Preisentwicklung für städtische Verbraucher in den Vereinigten Staaten; ein Pfund-Ergebnis folgt der britischen Reihe. Wechselkurse, Bankgebühren und die Preise importierter Waren in Deutschland sind darin nicht gesondert enthalten.

Was beim neuen Basisjahr passiert

Eurostat hat den HVPI auf 2025=100 umgestellt und die Klassifikation des Warenkorbs erneuert. Gleichzeitig umfasst der Euroraum seit dem Beitritt Bulgariens 21 Länder. Ein Basiswechsel verschiebt das sichtbare Indexniveau, nicht die prozentuale Bewegung zwischen sauber verketteten Monaten. Die Berechnung verbindet alte und neue Abschnitte über gemeinsame Zeitpunkte. Deshalb ist der Quotient aussagekräftig, auch wenn eine Behörde ihre Reihe neu skaliert.

Bei der Lira ist dieselbe Transparenz nötig. TÜİK veröffentlicht aktuell mit dem Basisjahr 2025. Für lange Rückblicke werden die amtlichen Monatsänderungen fortgeschrieben. Die im Ergebnis genannten Lira-Indexstände heißen daher ausdrücklich Vergleichsindex; sie dürfen nicht mit einem unveränderten Rohindex aus nur einer Basisperiode verwechselt werden.

Wo die Bereinigung im Alltag weiterhilft

Eine Gehaltserhöhung von 5 % bei 3 % Inflation ergibt nicht exakt 2 % realen Zuwachs. Richtig ist (1,05 / 1,03) − 1, also rund 1,94 %. Bei Sparguthaben funktioniert derselbe Vergleich: Liegt die nominale Verzinsung unter der Preissteigerung des gleichen Zeitraums, nimmt die allgemeine Kaufkraft trotz höherem Kontostand ab.

Auch alte Rechnungen, Budgets und Versicherungssummen lassen sich einordnen. Ein Haushalt kann prüfen, welcher heutige Betrag dem Lebensmittelbudget eines früheren Monats entspricht. Bei einer Immobilie ersetzt der Verbraucherpreisindex jedoch weder einen regionalen Mietspiegel noch einen Baupreisindex. Welcher Index passt, hängt immer von der untersuchten Ausgabe ab.

  • Für einen historischen Geldbetrag wählen Sie „Früher bis heute“.
  • Für eine Vertrags- oder Sparphase setzen Sie Start- und Endmonat selbst.
  • Für eine reale Rendite vergleichen Sie anschließend den nominalen Gewinn mit der berechneten Preisänderung.

Geben Sie deutsche Beträge mit Punkt als Tausendertrennzeichen und Komma für Cent ein, zum Beispiel 1.234,56. Der Rechner weist anders formatierte oder nicht endliche Werte zurück. Die Zeile direkt über der Schaltfläche nennt den letzten verfügbaren Datenmonat, damit ein später veröffentlichter Index nicht unbemerkt als bereits vorhanden erscheint.

Was sich aus dem Ergebnis nicht ablesen lässt

Ein Verbraucherpreisindex beschreibt den durchschnittlichen Warenkorb. Persönliche Ausgaben können stärker von Miete, Energie, Mobilität oder Lebensmitteln geprägt sein. Die eigene Teuerungsrate weicht dann von der amtlichen Gesamtrate ab. Ebenso ist der berechnete Gegenwert keine Prognose für ein bestimmtes Produkt und keine Anlageempfehlung.

Inflationserwartungen gehören in eine andere Analyse. Sie beruhen auf Umfragen, Marktpreisen oder Prognosen und können später von der gemessenen Rate abweichen. Dieses Werkzeug nutzt ausschließlich veröffentlichte Monatsdaten. Für eine deutsche Detailfrage sollte zusätzlich die Destatis-Reihe geprüft werden; für die gemeinsame Euro-Preisentwicklung ist die Eurostat-Auswahl passend.

Häufig gestellte Fragen zum Inflationsrechner

Start- und Endwert stammen aus derselben Preisreihe. Der Rechner teilt den Endindex durch den Startindex, zieht 1 ab und multipliziert mit 100. Derselbe Quotient dient als Preisfaktor für den eingegebenen Betrag.

Eurostat meldete für Juli 2026 eine jährliche HVPI-Rate von 2,9 % und eine monatliche Veränderung von 0,2 %. Für einen anderen Zeitraum wählen Sie die beiden Monate im Rechner; die Quellenzeile nennt den letzten verfügbaren Datenmonat.

TÜİK verwendet inzwischen 2025=100 als Basis. Für lange Zeiträume verkettet der Rechner die veröffentlichten Monatsänderungen. Die angezeigten Indexstände halten diese Vergleichsreihe zusammen und sind nicht als unveränderte Rohwerte aus einem einzelnen TÜİK-Datensatz zu lesen.

Nein. EUR nutzt Eurostat-HVPI, USD den BLS CPI-U, GBP den ONS CPI D7BT und TRY die TÜİK-Preisänderungen. Ein Wechselkurs ist nicht Bestandteil der Rechnung; der Betrag bleibt in der gewählten Währung.

Nein. Verdoppelt sich das Preisniveau, beträgt die Preissteigerung 100 %, während die ursprüngliche Geldmenge 50 % ihrer Kaufkraft verliert. Deshalb zeigt der Rechner beide Größen getrennt.

Die Reihen kommen von Eurostat, BLS, ONS und TÜİK. Diese Stellen veröffentlichen an unterschiedlichen Tagen; deshalb kann der letzte Monat je Währung abweichen. Der Hinweis oberhalb der Schaltfläche zeigt den tatsächlich geladenen Stand.

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